Die original SCHNORR® Tellerfedern
Nach der Norm DIN 2093 werden heute, abhängig von der Dicke, drei Formgebungsverfahren unterschieden:
- Gruppe 1
t < 1,25 mm, Stanzen, Kaltformen, Kantenrunden - Gruppe 2
1,25 ≤ t ≤ 6 mm, Stanzen, Kaltformen, Drehen und Kantenrunden oder Feinschneiden, Kaltformen und Kantenrunden - Gruppe 3
ab 6 mm, Kalt- oder Warmformen, allseits drehen, Kantenrunden oder Stanzen, Kaltformen, Drehen und Kantenrunden oder Feinschneiden, Kaltformen, Kantenrunden
Tellerfedern der Gruppe 2 nach DIN 2093 können nach folgenden alternativen Verfahren hergestellt werden:
- Der Rohling wird zuerst ausgestanzt und anschließend wird der Innen- und Außendurchmesser auf Fertigmaß gedreht.
- Die Tellerfeder wird feingeschnitten (Fußnote nach VDI-Richtlinie 2906 Blatt 5) und die Stanzriefen und der Grat an den Schnittkanten werden anschließend durch Gleitschleifen entfernt.
Die gedrehte Ausführung bleibt nach unserer Einschätzung für die meisten Anwendungen die qualitativ bessere Alternative. Aufgrund eines hohen Automatisierungsgrades in der Fertigung werden diese weiterhin wettbewerbsfähig gefertigt. Alternativ bieten wir die Tellerfedern der Gruppe 2 in der feingeschnittenen Variante an, wenn deren Einsatz aus technischer oder wirtschaftlicher Sicht sinnvoller ist.
Normal gestanzte und gleitgeschliffene Tellerfedern der Gruppe 2 entsprechen nicht der DIN 2093 und erfüllen im allgemeinen auch nicht die Qualitätsanforderungen, die an eine Tellerfeder gestellt werden. Solche Produkte sollten nur nach eingehender technischer Prüfung und bei einfachsten statischen Anwendungen eingesetzt werden.